Im Jahr 1931 kam eine 45-jährige Dame nach Bremen und wurde schnell Mitglied in der Hoffnungskirche. Ihr Name: Elly Krimmer. Sie war jüdicher Herkunft, hatte sich als junge Frau
aber in Erfurt auf das Bekenntnis ihres Glaubens an Jesus Christus taufen lassen. Nach Bremen gezogen, schloss sie sich der Baptistengemeinde Bremen II an (so nannte sich die heutige
Hoffnungskirche damals).
Die Gemeinde erlebte unter ihrem damaligen Pastor Thorn das Schicksal ihre Ächtung als Jüdin "Sarah Krimmer" und schließlich ihre Deportation hautnah mit. Pastor Thorn setzte sich unter großem
persönlichen Risiko für sie ein, obwohl ihre Gemeindemitgliedschaft offiziell aufgehoben worden war. Im schrecklichen jüdischen Ghetto in Minsk endete ihr Lebensweg im Jahr 1941.
Ein kurzer, aber bewegender Bericht über diese kurze Zeit ihres so grausam beendeten Lebens ist auf der Internetseite "Stolpersteine Bremen" zu lesen:
stolpersteine-bremen.de
Weitere Informationen über die Deportation von Bremer Juden nach Minsk. Eine Beschreibung der Situation im dortigen Ghetto, das für Elly Krimmer der letzte Zwischenstopp auf ihrem Weg in die
"ewige Heimat" gewesen sein dürfte:
stolpersteine-bremen.de/minsk
Elly Krimmer wird darüber hinaus in der Schrift "Judenchristliche Mitglieder in Baptistengemeinden im dritten Reich" von Roland Fleischer erwähnt. Diese Schrift kann als PDF-Datei auf
der Internetseite von "Dienste in Israel" heruntergeladen werden:
>> Gedenkschrift